Tiername: Marek
Rasse: Mischling
Geschlecht: männlich
Alter: geb. 15.08.2018
Größe/Gewicht:
Im Tierheim seit: 24.01.19
Besonderheiten:

Unser Marek, oder, wie ein Gassigänger ihn neulichst passend nannte: Wie ein Sack Flöhe!
Nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Es ist genau genommen überhaupt gar nicht schlimm. Und zu Mareks Verteidigung muss man erwähnen, dass zu dem Zeitpunkt auch noch seine gleichaltrigen Komplizen im Tierheim waren, die nun schon alle ein Zuhause gefunden haben. Nur Marek ist noch übrig und wartet, dass die passenden Menschen ihn adoptieren!

Was es jetzt mit diesem Sack voller Flöhe auf sich hat? Flöhe hat Marek natürlich keine. Aber Marek ist nun mal ein Welpe/Junghund, er beißt in die Leine, bellt viel und gerne, macht vielleicht mal Dinge kaputt oder schafft es mit dem Geschäft nicht ganz vor die Haustür. Alleine zu bleiben muss er noch lernen, ebenso im Auto mitzufahren. Das sind Sachen, die spielen sich ein, da muss man durch, und dass die Kleinen dann erwachsen werden, das geht auch viel schneller, als man manchmal möchte.

Marek hatte leider nicht die Möglichkeit, in der so wichtigen Prägephase all das zu lernen, was er für ein Leben als perfekter Familienhund so bräuchte. Was nicht heißt, dass er kein toller Familienhund werden kann! Sondern nur, dass es nun hundeerfahrene Leute braucht, um ihn zu einem zu machen. Ein Welpe ist schnell angeschafft, aber ein kleiner süßer Welpe wird vielleicht groß und stark und je nach Größe 15 Jahre alt oder sogar älter. Marek wünscht sich deshalb Menschen an seiner Seite, die sich jetzt für ihn entscheiden, und sich auch in 10 Jahren noch für ihn entscheiden würden, anstatt ihn nach 10 Monaten wieder loswerden zu wollen, weil es doch zu viel geworden ist.

Marek läuft bereits toll an der Leine, er wird bei uns mit Sicherheitsgeschirr ausgeführt, aus dem er sich nicht herausziehen kann, falls er doch mal Angst bekommt und lieber die Flucht ergreifen möchte. Marek ist in vielen Situationen noch sehr unsicher und bellt dann gerne vorsichtshalber, um das vermeintlich Bedrohliche, sei es ein fremder Hund oder eine Mülltonne, auf Abstand zu halten. Hier braucht es eine starke Bezugsperson, die ihn nicht verhätschelt, aber ihm Schutz bietet und das Gefühl gibt, ‚Du Marek, ich bin da, und ich kläre das schon.‘ In den meisten Fällen ist es damit dann tatsächlich auch schon getan. Vermittelt man ihm allerdings nicht, dass man alles unter Kontrolle hat, kann es schon mal passieren, dass er sich vor lauter Überforderung mit seinen spitzen Welpenzähnchen kurz in der Wadengegend seines Menschen verirrt und dort kleine, aber feine Abdrücke hinterlässt.

Das muss absolut nicht sein, ist aber schon passiert! Und damit der kleine freche Marek sich nicht noch mehr Unfug ausdenkt, den wir hier im Tierheimalltag gar nicht richtig mit ihm bearbeiten können, sucht Marek schnellstmöglich ein tolles Zuhause mit einfühlsamen Menschen, die über das Wissen, die Zeit, den Platz und die Bereitschaft verfügen, einem gestrandeten Hundekind wie Marek die Welt zu zeigen und zu erklären.

Kinder im neuen Zuhause sollten deutlich älter sein. Über einen bereits vorhandenen Hund würde sich Marek nach anfänglich großer Skepsis bestimmt freuen, wenn er trotzdem noch die nötige Aufmerksamkeit erhält. Ob Marek sich mit Katzen verträgt, können wir nicht sicher sagen. Aber in die Hundeschule, da würde er bestimmt gerne mal hingehen!
Wo sind bloß die richtigen Leute für Marek ?